Nachhaltigkeit, Ökologie, Qualität

Nachhaltigkeit heißt im Allgemeinen alle Ressourcen (Soziales, Ökologie und Ökonomie) verantwortungsvoll zu nutzen. Das heißt regenerierbare Systeme (Kreisläufe) so zu nutzen, dass diese in ihrem grundlegenden Charakter erhalten bleiben und auf natürliche Weise regeneriert werden können.

Das Studentenwerk Dresden beschäftigt sich schon seit einigen Jahren mit verschiedenen Themen innerhalb des Nachhaltigkeitsgedankens. So zum Beispiel mit der Eröffnung einer reinen BioMensa, dem Veggi.Tag, MensaVital, aber auch Fair Trade-Produkten und GVOs. Diese stellen wir in den folgenden Punkten vor.

Drei Säulen der Nachhaltigkeit

Bio-Lebensmittel im Studentenwerk Dresden

Die Begriffe „Bio“ oder „Öko“ sind durch die EG-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau geschützt. Wenn ein Produkt mit dem Begriff „Bio“ oder „Öko“ vermarktet wird, müssen die Vorschriften eingehalten und das Unternehmen von einer Öko-Kontrollstelle zertifiziert und kontrolliert werden.

Bio Grünstempel - Ökoprüfstelle DE-ÖKO-021

Unsere BioMensa U-Boot hat diese Zertifizierung (Bio-Code-Nummer: DE-ÖKO-021). Hier werden ausschließlich Lebensmittel in Bio-Qualität verarbeitet und angeboten. Die Zertifizierung ist ein aufwendiger Prozess, der nicht für alle Mensen leistbar ist. Denn Bioprodukte müssen von der Lieferung, über die Lagerung und Produktion bis hin zur Ausgabe der Speisen strikt getrennt werden. Deshalb haben wir uns für eine Zentralisation unserer Bio Produkte im U-Boot entschieden.

Auch in den anderen Mensen des Studentenwerks Dresden gibt es Produkte in Bio Qualität, die aber als solche nicht ausgezeichnet werden dürfen, da es zur Vermischung dieser mit konventionellen Produkten kommt. Die von uns verwendeten Bio-Produkte unterliegen strengsten Kontrollen durch die entsprechenden Öko-Kontrollstellen. Sie überwachen alle Herstellungsschritte des Lebensmittels auf dem Weg in unsere Mensen. Damit kann eine hohe Transparenz für den Verbraucher gewährleistet werden.

Was bedeutet die Ausgabestrecke - Fit & Vital - im Zeltschlösschen ?

Die Fit & Vital - Strecke in der Neuen Mensa gab es nun schon einige Jahre. Diese ist mit dem Auszug mit ins Zeltschlösschen gezogen. Und sie erfreut sich zunehmender Beliebtheit, nicht zuletzt, weil mit den dortigen Mitarbeitern konsequent an der Umsetzung des Namens gearbeitet wird. Man kann auch im Zeltschlösschen sagen, dass es an der Strecke Fit & Vital einen täglichen „Veggitag“ gibt. Für das Team des Zeltschlösschens wurden Workshops zum Thema vegane Ernährung auf natürlicher Basis, zu Sojaprodukten und deren Verarbeitung, sowie zum Thema Seitan und dessen Verarbeitung durchgeführt. Unsere Köche erarbeiten immer wieder neue Rezepturen zu vegetarisch/veganen Speisen.

Das Hauptaugenmerk liegt im Angebot von vegetarischen und veganen Speisen, sowie einer schonenden und fettarmen Zubereitung. Gern können Sie sich auch an unserer tollen Salatbar Bestandteile zum Angebot von Fit und Vital kombinieren (dort Preis nach Gewicht)

Bitte verwenden Sie für den im Haus Verzehr aus ökologischen Gründen die Porzellangeschirre (rotes Label=tariertes Geschirr für die Waage).

mensaVital

mensaVital ist ein Projekt der Arbeitsgemeinschaft Produktentwicklung der ostdeutschen Studentenwerke und mittlerweile eine Marke des Deutschen Studentenwerks.

mensaVital heißt:

  • ernährungsphysiologisch ausgewogene Zusammenstellung der Zutaten*
  • frische und naturbelassene Zutaten
  • Vitaminschonende und fettarme Zubereitung
  • unser Beitrag zu „5 am Tag“ (5 Portionen Obst und Gemüse am Tag)
  • sorgfältige Lebensmittelauswahl (Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse, mageres Fleisch, knackig buntes Gemüse
  • Verwendung hochwertiger Fette und Öle
  • Verwendung von frischen Kräutern statt Würzmischungen
  • bei täglichem Angebot werden (über die Woche verteilt) Fisch-, Fleisch-, vegane und vegetarische Gerichte im ausgeglichenen Verhältnis angeboten
  • Verzicht auf frittierte und panierte Speisen
  • Verzicht auf stark vorgefertigte Lebensmittel
  • Verzicht auf Aromen und Geschmacksverstärker
  • Kreative Rezepturen mit Saisonalen Lebensmitteln
  • Verbindung aus regionalen und internationalen Kocheinflüssen

* Eine Mittagsportion entspricht dem Energiebedarf für die Mittagsmahlzeit eines Erwachsenen (19-65 Jahre) mit sitzender Tätigkeit. (physical activity level PAL = 1,4).
(DGE Bonn; 2008, 1. Auflage; Qualitätsstandards für Betriebsverpflegung; S. 11)

Eine solche Menülinie anzubieten, ist nicht ganz einfach und aufwendig. Frische und nicht stark vorgefertigte Lebensmittel haben ihren Preis und bedeuten zusätzlichen Arbeitsaufwand für die Mensamitarbeiter. Auch die dahinterstehenden Rezepturen sind vorgegeben und müssen strikt eingehalten werden. Aber auch nur so kann garantiert werden, dass die Portionsgrößen stimmen.

Fair Trade

Fair Trade – also der faire Handel mit Produkten – soll die Lebensverhältnisse von Kleinbauern und Landarbeitern im ländlichen Raum verbessern. Dazu leistet auch das Studentenwerk Dresden seinen Beitrag, indem es in fast allen Mensen und Cafeterien Kaffee aus fairem Handel anbietet. Fair gehandelter Kaffee wird von Kleinbauernorganisationen vor allem in Mittel- und Südamerika erzeugt. Die Erzeuger erhalten einen garantierten Mindestpreis. Der Kaffee wird bei den Erzeugern direkt eingekauft, um Zwischenhändler und damit verbundene Mindereinnahmen auszuschalten. Dafür müssen sich die Erzeuger verpflichten, gemeinsam über die Verwendung der Mehrerlöse zu entscheiden und sich für eine nachhaltige Entwicklung in Bereichen wie Ökologie, Bildung und Frauenförderung einzusetzen. Seit fast fünf Jahren „leistet“ sich das Studentenwerk diesen Kaffee und seit einiger Zeit sind noch Schokoriegel ins Angebot aufgenommen worden – ebenfalls fair gehandelt.

GVOs

Organismen, deren Erbanlagen mittels gentechnischer Methoden gezielt verändert worden sind, bezeichnet man als gentechnisch veränderte Organismen (GVO). Alles das, was aus GVOs hergestellt, GVOs enthält und oder selbst gentechnisch verändert ist, muss nach der Verordnung über genetisch veränderte Lebens- und Futtermittel (VO 1829/2003/EG) gekennzeichnet werden. Produkte, die gemäß dieser Verordnung und der VO 1830/2003 über die Rückverfolgbarkeit kennzeichnungspflichtig sind, werden in unseren Mensen nicht verwendet.

WWF-Fischführer

Wir folgen der Empfehlung der Checkliste des WWF-Fischführers und kaufen keine der bedrohten Fischarten für die Zubereitung von Speisen in unseren Mensen und Cafeterien.

Jodsalz

Jod ist für den Menschen essentiell. Hauptsächlich ist es an der Bildung der Schilddrüsenhormone Thyroxin und Triiodthyronin beteiligt. Die Jodversorgung in Deutschland ist bis heute noch nicht ausreichend. Um einer Unterversorgung entgegenzuwirken verwenden wir ausschließlich jodiertes Salz zur Herstellung unserer Speisen.

Die 10 Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE)

Für Ihre gesunde Ernährung außerhalb unserer Mensen und Cafeterien möchten wir Sie noch auf die 10 Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und die Ernährungspyramide hinweisen. Sehen Sie darin eine Empfehlung und Orientierungshilfe für Ihren ganz persönlichen Speiseplan!

  1. Vielseitig essen
  2. Reichlich Getreideprodukte – und Kartoffeln
  3. Gemüse und Obst –„Nimm 5 am Tag“
  4. Täglich Milch und Milchprodukte
  5. Wenig Fett und fettreiche Lebensmittel
  6. Zucker und Salz in Maßen
  7. Reichlich Flüssigkeit
  8. Schmackhaft und schonend zubereiten
  9. Nehmen Sie sich Zeit, genießen Sie Ihr Essen
  10. Achten Sie auf Ihr Gewicht und bleiben Sie in Bewegung

Quelle: http://www.dge.de/modules.php?name=Content&pa=showpage&pid=15

Die Ernährungspyramide

Ernährungspyramide

Quelle: http://www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sid=481