19. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW) mit neuen Daten zur Studienfinanzierung

Pressemitteilung 7/2010 des Studentenwerks Dresden vom 23.04.2010

Alle drei Jahre werden die Studierenden in Deutschland im Rahmen der Sozialerhebungen des Deutschen Studentenwerks zu ihrer wirtschaftlichen und sozialen Lage befragt. Finanziert wird die repräsentative Studie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, wissenschaftlich durchgeführt vom Hochschul-Informations System. An der jüngsten, 19. Sozialerhebung nahmen im Sommer 2009 16.370 Studierende von 210 Hochschulen teil. Ende 2010 soll eine Sonderauswertung zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der ausländischen Studierenden in Deutschland erscheinen, im Frühjahr 2011 ist ein Sonderbericht zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Bachelor-Studierenden vorgesehen. Die Fakten in Kurzfassung:

Akademiker unter sich

  • Von 100 Akademiker-Kindern studieren 71, von 100 Nicht-Akademiker-Kindern nur 24
  • DSW-Präsident Rolf Dobischat: "Von sozial offenen Hochschulen sind wir weit entfernt"
Das vollständige Statement von DSW-Präsident Rolf Dobischat zum Download:

Studiengebühren: Wenn die Eltern nicht zahlen können, jobben die Studierenden dafür

  • Für 59% der Studierenden bezahlen die Eltern die Gebühren
  • 30% der Studierenden bezahlen mit Mitteln aus eigenem Verdienst
  • Nur 11% nehmen Studiengebühren-Darlehen in Anspruch
  • Deutliche Unterschiede nach sozialer Herkunft
In hohen Herkunftsgruppen zahlen die Eltern, Studierende aus niedriger Herkunftsgruppe jobben mehr und nehmen stärker Darlehen in Anspruch

Studierende haben 812 Euro im Monat

  • Wichtigste Quellen der Studienfinanzierung: Eltern, Jobben, BAföG
  • Finanzierungsanteil der Eltern erstmals seit 1991 rückläufig
  • DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: "Eltern aus mittlerer und niedriger sozialer Herkunftsgruppe an ihrer Belastungsgrenze"
  • BAföG: Durchschnittliche Förderung deutlich gestiegen, aber Zahl der Geförderten stagniert

Licht und Schatten beim Bachelor

  • Zeitaufwand im Bachelor-Studium geringer als in Staatsexamens- oder Diplom-Studiengängen
  • Aber für 19% der Bachelor-Studierenden ist zeitliche Belastung zu hoch
  • Bachelor-Studierende nutzen häufiger das Wohnheim und die Mensa und haben häufiger Beratungsbedarf zur Studienfinanzierung
  • DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: "Studentenwerke sind Erfolgsfaktor für die Studienstrukturreform"
Die Kurzfassung der 19. Sozialerhebung mit 42 Seiten sowie der so genannte Hauptbericht mit 586 Seiten stehen auf der Homepage des Deutschen Studentenwerks zum Download bereit:(Quelle: Pressemitteilung des DSW vom 23.4.10) Für den Studienstandort Dresden legt das Studentenwerk Dresden in einigen Monaten eine Sonderauswertung der 19. Sozialerhebung vor. Download Pressemitteilung als PDF
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