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Bei dem folgenden Text handelt es sich um einen Ratgeberbeitrag aus der Kategorie „Lifestyle“.

Ob Hobby oder Studium: So schlimm sind Lügen im Lebenslauf

Veröffentlicht am 07.09.2018Autor: D. Korkut

Foto: © Blackregis - Shutterstock.com
Foto: © Blackregis - Shutterstock.com

Lebenslauf sollte die eigenen Qualifikationen plastisch veranschaulichen

Wer kennt das Problem nicht: Die Bewerbung um den neuen Job ist bereits geschrieben, doch der eigene Lebenslauf entspricht nicht unbedingt dem Ideal von Personalern und Chefs. Dabei ist es ganz gleich, welche Gründe sich dahinter verbergen:

  • Man hatte für eine gewisse Zeit einfach keine Lust auf die Uni
  • Man ist länger arbeitslos gewesen, als man dies im Rahmen seines Lebenslaufes offenlegt

Umso verlockender ist es, hier und da den eigenen Werdegang etwas positiver darzustellen, als er tatsächlich verlaufen ist. Dabei ist es so, dass wirklich drastische Lügen, auf die im nächsten Absatz noch eingegangen werden soll, unbedingt zu vermeiden sind. Fast genauso ärgerlich wie Lügen im Lebenslauf sind aber auch vermeidbare Fehler. Oftmals passiert das jedoch nicht aus Versehen, sondern viel mehr aus Unwissenheit. Um das zu vermeiden, hilft es, nach passenden Vorlagen zu suchen oder den Lebenslauf direkt online zu erstellen. Diese sind nämlich oft gut übernehmbar und gut strukturiert.

Bei Ausbildung und sonstigen Qualifikationen empfiehlt sich Ehrlichkeit

Bei so wichtigen Angaben wie denjenigen zum Ausbildungsstand und den sonstigen Qualifikationen führt kein Weg an ehrlichen Angaben vorbei. Bildquelle: loreanto – 487666249 / Shutterstock.com

Ein Punkt, in dem man auf jeden Fall Abstand von vorsätzlichen Falschangaben nehmen sollte, ist der eigene Ausbildungsstand. Das sahen auch 81 Prozent der Teilnehmer einer YouGov-Umfrage so, an der insgesamt 1029 Personen ab 18 Jahren in Deutschland 2017 teilgenommen haben. In Sachen sonstiger Qualifikationen waren immerhin auch stolze 77 Prozent der Teilnehmer der Meinung, dass Lügen hier besonders schlimm sind. Ganz vorne in der Kategorie der absoluten No-Gos rangiert im Übrigen auch der Name, wobei 76 Prozent der Befragten hierbei Flunkereien schlimm fanden. In Sachen Ausbildung und Studium jedenfalls decken sich die Ergebnisse der Umfrage auch mit den Ansichten der Personaler, welche in derartigen Fällen drastische Konsequenzen ziehen:

  • Beendigung des Vorstellungsgesprächs
  • Ablehnung der Bewerbung

Flunkereien bei den Hobbys sehen viele Personaler als nicht so schlimm an

Wird aus dem Gelegenheitsjogger im Lebenslauf der Marathonläufer, bedeutet diese Lüge nicht automatisch das Aus. Bildquelle: lzf – 359568020 / Shutterstock.com

Anders sieht das Ganze schon dann aus, wenn im Lebenslauf im Bereich der Hobbys der Gelegenheitsjogger zum Marathonläufer mutiert ist. Die Hobbys erfüllen im Rahmen des Lebenslaufs die Intention, dem Gegenüber ein besseres Bild von einem selbst zu vermitteln und eventuell Rückschlüsse auf die Charaktereigenschaften zuzulassen. Weil diese sehr individuell sind, waren sich auch die Teilnehmer an der Umfrage zu drei Vierteln einig, dass hier Lügen harmloser Natur sind. Letztlich sind sie in diesem Punkt aber auch oftmals gar nicht notwendig:

  1. Obsoleszenz von spannenden Hobbys führt nicht automatisch zur Ablehnung
  2. Relevante Charaktereigenschaften wie Zielstrebigkeit und Begeisterungsfähigkeit lassen sich auch anders prüfen

Schönung des Lebenslaufs kommt ohne die Vermittlung von Lügen aus

Es gibt noch eine völlig unbedenkliche Methode, den eigenen Lebenslauf zu optimieren respektive ihn zu schönen. Weist dieser Lücken in relevanten Punkten auf, empfiehlt es sich aus Bewerbersicht, mit diesen zumindest nicht hausieren zu gehen. Das meint, sie im Rahmen des wichtigen Anschreibens nicht offenkundig auf den Tisch zu legen und vielmehr zu hoffen, dass sie eventuell gar nicht zur Sprache kommen. Hier kommt es auf folgende Faktoren an:

Faktor Bedeutung
Eigene Qualifikationen Hohe Qualifikationen können Lücken wieder wettmachen
Optik der Bewerbung Ansehnliche Bewerbungen ziehen die Aufmerksamkeit auf sich
Erfahrung im Job Erfahrung im Job ist oftmals mehr Wert als ein perfekter Abschluss

Ziel ist es immer, zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden, da man im Rahmen dessen Lücken im Lebenslauf auch besser erklären kann.

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