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Wieder viel Feedback bei Online-Mensen-Umfrage

Ein Artikel aus der SPIEGEL-EI-Ausgabe 18/2008, gültig vom 13.10.2008 bis 26.10.2008.

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Dieser Artikel stammt aus einer älteren SPIEGEL-EI-Ausgabe. Bitte beachten Sie, dass sich Informationen z.B. zu Öffnungzeiten oder Ansprechpartnern in der Zwischenzeit geändert haben können.

Bereits zum 3. Mal in Folge wollte das Studentenwerk Dresden wissen, wie hoch die Kundenzufriedenheit bei den Mensabesuchern ist. Deshalb konnte man im Juni und Juli per Online-Fragebogen seine Meinung zur am häufigsten besuchten Mensa abgeben. 1.126 Studierende und Hochschulmitarbeiter nutzten diese Gelegenheit. In den Vorjahren waren es ähnlich viele, die unsere Mensen bewerteten. So ist neben einer Ist-Zustands-Analyse auch ein Trend ablesbar. Wie 2007 entfiel auch in diesem Jahr der Großteil der Stimmen (45 %) auf die Alte Mensa. Dagegen waren die Bewertungen in der Mensa Bergstraße leicht rückläufig (nur noch 25 %). Zuwachs gab es bei den anderen Mensen (z.B. Mensa Siedepunkt jetzt fast 10%).

Nachdem die Alte Mensa Mitte 2007, also ein halbes Jahr nach ihrer Wiedereröffnung, mit sehr guten Noten bedacht worden war, äußerten sich diesmal einige Umfrageteilnehmer etwas kritischer, so dass es ein bis zwei Zehntel schlechtere Bewertungen bei den einzelnen Parametern gab. Erfreulich, dass die Wartezeit, das Bezahlsystem und vor allem die Ablauforganisation - eine der Kinderkrankheiten der Eröffnungsphase - diesmal besser bewertet wurden. Dennoch sind Wartezeit (2,64) und Platzangebot (2,56) die am schlechtesten eingestuften Qualitätsgrößen der Alten Mensa, die ja nicht auf 5.500, sondern nur auf 3.500 Besucher ursprünglich ausgelegt war. Am besten schneidet die Mensa bei Sauberkeit, Bezahlsystem und Angebot ab. Die Vielfalt des Angebotes ist auch einer der Hauptgründe, dass sich diese Mensa so großer Beliebtheit erfreut.

Eine positive Entwicklung gegenüber den Vorjahren ist bei den Mensen Bergstraße und Zittau ablesbar. Eine negative Tendenz verzeichnen hingegen die Mensen Siedepunkt und Tharandt. So ist die Mensa Siedepunkt in neun der 13 Kategorien Schlusslicht, die Mensa Tharandt in den restlichen vier Kategorien. Die Mittelwerte von allen Mensen machen deutlich, dass Öffnungszeiten, Freundlichkeit der Mitarbeiter, Sauberkeit, Information und Bezahlsystem am besten eingeschätzt werden.

Nicht nur in der Alten Mensa, auch in den Mensen Reichenbachstraße und Siedepunkt wurde die Wartezeit schlechter, d.h. mit einem Wert unter 2,5, bewertet. Auch bei Portionsgröße und dem Preis-Leistungs-Verhältnis sind überwiegend schlechtere Resultate als 2007 erzielt wurden. Interessant auch die Frage nach den Tageszeiten des Mensabesuches. Etwas weniger als 2007 (46 % - vorher 49 %) gaben an, 11.30 -12.30 Uhr in die Mensa zu gehen. Dafür hat sich der Anteil derer, die 10.30 - 11.30 Uhr bzw. 12.30 - 13.30 Uhr die Mensa besuchen, um jeweils 2 % erhöht. Insgesamt geht aber nur jeder Fünfte vor 11.30 Uhr bzw. nach 13.30 Uhr Mittag essen. Hier liegen noch Reserven, um die Wartezeiten in den Stoßzeiten zu verkürzen. Erfreulich, dass der Anteil an Stammbesuchern weiter sehr hoch ist. 85 % kommen entweder täglich oder 2-3-mal pro Woche in die Mensa.

Bei den Vorschlägen wurden neben vielen individuellen Wünschen in Richtung Bioessen, veganes Essen, Hausmannskost, weniger Frittiertes, Süßes und Exotisches vor allem eine noch bessere Ablauforganisation über die Spitzenzeiten, ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis und ein höherer Anteil frischer Produkte verlangt.

Hier sieht die Hauptabteilung Hochschulgastronomie auch Verbesserungspotenzial. Durch die Installation weiterer Kassen sollen die Abläufe optimiert werden. Auch der Nachschub der einzelnen Angebote ist in den Stoßzeiten weiter zu verbessern. Zu allergenen Stoffen, Gluten und laktosefreien Angeboten soll es detailliertere Informationen über das Internet und die Mensa-Monitore geben.

Die Qualitätsparameter Preis-Leistungs-Verhältnis und Portionsgröße sind im Zusammenhang zu sehen. Durch Preiserhöhungen im Lebensmittelsektor können viele Gerichte nicht mehr im unteren Preissegment angeboten werden. Es entsteht der Eindruck, dass die bisher preiswerten Gerichte teurer werden und dazu noch weniger davon ausgegeben wird. Deshalb möchte die Hochschulgastronomie auch über Zuschüsse und eigene Kalkulationen mehr informieren, um so stärkere Transparenz zu schaffen. Der Anteil frischer Produkte ist in unseren Mensen relativ hoch. Weil dies von den Mensabesuchern oftmals nicht oder zu wenig wahrgenommen wird, soll es auch dazu mehr Informationen geben. In der Mensa Siedepunkt ist eine Erweiterung der Küchentechnik geplant, um dadurch Speisenqualität und Angebotsvielfalt zu verbessern. Auch der Service soll durch Mitarbeiter-Schulung an den anderer Mensen angeglichen werden. Gleiches gilt auch für die Mensa Tharandt, außerdem sollen dort Aktionswochen für mehr Abwechslung sorgen.
Die gesamte Auswertung der 3. Online-Mensen-Umfrage können Sie unter

nachlesen. Wollen Sie weiterhin Ihre Meinung zu unseren Mensen äußern, so nutzen Sie bitte das Lob & Kritik-Formular unter Für Ihre Lieblingsmensa können Sie auch beim UNICUM-Wettbewerb "Mensa des Jahres 2008" bis zum 15. Dezember Ihre Stimme abgeben. Informationen und den Fragebogen finden Sie unter Wir wünschen uns, dass auch Sie weiterhin "lieber mensen gehen"! Guten Appetit!

Udo Lehmann / Heike Müller

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