Die bühne spielt ab WS wieder am Weberplatz

Ein Artikel aus der SPIEGEL-EI-Ausgabe 16/2010, gültig vom 02.08.2010 bis 15.08.2010.

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Nach einem Jahr Sanierung des Victor-Klemperer-Saales am Weberplatz ist es soweit: Die bühne kann ihr Wanderleben aufgeben und in ein frisch saniertes Domizil einziehen. Mitte Oktober soll der Spielbetrieb beginnen.

Einfach war es für die Mitglieder und die künstlerische Leitung der bühne, Carola Unser, nicht - ein Jahr lang mussten sie, da sie während der Sanierung weiter spielen und nicht auseinanderlaufen wollten, sich in verschiedenen Spielstätten Dresdens einmieten und dort auf gute Resonanz hoffen. Im "Theaterhaus Rudi", im "projekttheater", im "Stilbruch", in der "Treibhaus-Galerie" oder im "Web 136" mussten sie sich auf jeweils andere Bedingungen einstellen - dennoch, es hat funktioniert. Die Gäste blieben der bühne treu, und das Verhältnis zu den Gastgebern der neuen Spielstätten wurde so freundschaftlich, dass die bühne auch im nächsten Jahr - zwar in geringerer Frequenz - regelmäßig dort spielen wird.

Hauptsächlich aber soll es am gewohnten, aber dennoch neuem Ort auf der Bühne des Victor-Klemperer-Saales weitergehen. Im September, spätestens Anfang Oktober kann die bühne dort wieder einziehen, sich neu einrichten und mit der Probentätigkeit beginnen. Wenn alles klappt, wird die erste Premiere der neuen Spielzeit am 15.Oktober stattfinden, und zwar mit dem Stück "Johanna!": Hannah Stoffer, die schon die Dramaturgien und Texte für Coriolanus, Vision Impossible und Heimaten zusammenstellte, verfasste eigens für die bühne eine Fassung, die von Jan Schrewe aus Göttingen inszeniert wird.

Carola Unser plant aber noch eine Menge mehr: "Wir wollen "bühne-Festwochen" organisieren, die von der Eröffnung bis in den Januar 2011 mit besonderen Veranstaltungen Dankeschön sagen - an die Dresdner Theater oder Kneipen, bei denen wir zu Gast sein durften, an das Baudezernat der TU Dresden, an die Fakultät Sprach-, Kultur- und Literaturwissenschaften und andere Freunde und Förderer der bühne. So z.B. ein inszeniertes Essen, oder auch eine Gala mit den andern künstlerischen Gruppen der Universität - Orchester, Chor und Tanzensemble, aber auch wieder Konzerte und Parties.. aber gut verteilt über einen längeren Zeitraum, sonst wird es allen zuviel."

Bleibt zu wünschen, dass alles rechtzeitig fertig wird, die bühne sich schnell wieder einlebt und neue, interessante Inszenierungen präsentieren kann. Aber Achtung -- die bühne spielt künftig mittwochs, freitags und samstags! Dies ist günstig für alle die, die schon lange mal in die bühne wollten, aber am Wochenende immer weggefahren sind. (Bisher spielte die bühne Fr/Sa/So.) Spiegel-Ei wird zum Semesterbeginn erneut über den aktuellen Stand informieren.

Hannelore Stephan

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