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Jobben und BAföG - geht das?

Selbstverständlich können Sie die Finanzierung Ihres Studiums mit zusätzlichem Einkommen aus einem Nebenjob aufbessern. Da die Leistungen nach dem BAföG immer für einen bestimmten Bewilligungszeitraum (BWZ) – in der Regel zwölf Monate – berechnet werden, wird also auch das Einkommen des Studenten in diesem BWZ zu beachten sein, auch wenn es eine bestimmte Höhe nicht übersteigt. Diese Einkommenshöhe wird durch die gesetzlich festgelegten Berechnungsregeln und die Freibeträge bestimmt.

Ein Beispiel soll dies verdeutlichen:

Viele Studenten erzielen ein Nebeneinkommen, z. B. als studentische Hilfskraft an den Hochschulen oder bei anderen Tätigkeiten, Einkommen aus nichtselbstständiger Arbeit also. Aus dieser Einkommensart können ab 01.08.2016 Einkünfte im Bewilligungszeitraum in Höhe von insgesamt ca. 5.400,00 EUR erzielt werden, ohne dass eine Anrechnung auf die Höhe der Förderungsleistung erfolgt.

Dieser Betrag errechnet sich für einen ledigen Studenten wie folgt:

Gesamteinkommen im BWZ (12 Monate) 5.400,00 EUR
Werbungskostenpauschale (83,34 EUR je Monat des BWZ)1.000,00 EUR
verbleibendes Einkommen4.400,00 EUR
Sozialpauschale (21,2 % nach § 21 Abs.2 Nr.1 BAföG)932,80 EUR
Resteinkommen im Bewilligungszeitraum3.467,20 EUR
je Monat/12
Resteinkommen im Monat288,93 EUR
Freibetrag nach § 23 Abs. 1 BAföG290,00 EUR
angerechnet auf den Bedarf0,00 EUR

Sind Sie verheiratet und haben Kinder, können nach § 23 Abs. 1 BAföG noch folgende Freibeträge wirksam werden:

für den Ehegatten oder Lebenspartner des Auszubildenden 570,00 EUR
für jedes Kind des Auszubildenden520,00 EUR

Dieser Freibetrag mindert sich um das eigene Einkommen des Ehegatten, Lebenspartners und/oder Kindes.

Für Einkommen aus selbstständiger Arbeit und für Vergütungen aus einem Ausbildungsverhältnis (z. B. bei Ableistung eines Praktikums) gelten andere Anrechnungsvorschriften.

Lassen Sie sich hierzu bitte unbedingt von uns beraten.