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Wann kann ich den Bildungskredit beanspruchen?

Neben der Finanzierung über das BAföG besteht für Sie die Möglichkeit der Aufnahme eines zinsgünstigen Bildungskredits. Dieser kann neben dem BAföG aufgenommen werden und soll der Sicherung und Beschleunigung der Ausbildung oder der Finanzierung von außergewöhnlichem Aufwand (z. B. Schulgebühren, Exkursionen) dienen.

Wie gefördert wird:

  • Förderung unabhängig von Einkommen und Vermögen des Auszubildenden oder der Eltern
  • Maximale monatliche Auszahlungsbeträge 100 €, 200 €, 300 €
  • Es gibt keinen Rechtsanspruch auf Bildungskredit, da beschränktes Budget
  • Inanspruchnahme nur bis zum Ende des zwölften Semesters (Ausnahmefälle möglich)
  • Antragstellung und -bearbeitung beim Bundesverwaltungsamt, 50728 Köln
  • Beginn der Rückzahlung des Kredits vier Jahre nach der ersten Auszahlung in monatlichen Raten von 120 €

Berechtigt zum Empfang des Bildungskredits sind in der Regel deutsche Staatsbürger, die folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Studenten, die eine Zwischenprüfung bestanden haben oder eine Erklärung der Ausbildungsstätte vorlegen, dass eine Zwischenprüfung nicht vorgesehen ist und die üblichen Leistungen erbracht wurden.
  • Studenten, die den ersten Teil eines Konsekutiv-Studienganges abgeschlossen haben, ein postgraduales Diplomstudium oder ein Master bzw. Magisterstudium betreiben.
  • Studenten eines Zusatz-, Ergänzungs- oder Aufbaustudiums.
  • Teilnehmer eines in- oder ausländischen Praktikums, das im Zusammenhang mit dem Studium durchgeführt wird.
  • Volljährige Schüler in den beiden letzten Jahren ihrer Ausbildung, wenn sie bereits über einen berufsqualifizierenden Abschluss verfügen oder diesen mit dem erfolgreichen Abschluss ihrer gegenwärtigen schulischen Ausbildung erlangen werden.

Ausländische Auszubildende, die die vorgenannten Voraussetzungen erfüllen, können den Kredit erhalten, wenn z. B. ein Elternteil oder der Ehegatte Deutscher ist oder wenn der Auszubildende Asylberechtigter, aufgenommener Flüchtling oder Heimatloser ist. In weitem Umfang sind auch Auszubildende aus EU-Mitgliedsstaaten mit inländischem Wohnsitz in den Förderungsbereich einbezogen. Anderen Ausländern wird der Bildungskredit im Regelfall dann gewährt, wenn sie oder zumindest ein Elternteil vor Beginn der Ausbildung fünf bzw. drei Jahre in Deutschland erwerbstätig gewesen sind.

Im Übrigen ist eine Förderung nur möglich, solange der Auszubildende das 36. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Studenten können den Kredit in der Regel nur bis zum Ende des 12. Studiensemesters erhalten.

Zusätzlich zur Ausgabe des Antragsformulars beraten wir Sie gern zum Bildungskredit.

Nach der Bewilligung durch das Bundesverwaltungsamt schließen Sie mit der KfW-Bank einen Kreditvertrag ab. Über diese erfolgt auch die Aus- sowie die Rückzahlung der Raten.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: