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Nichtanrechnung des Sommeremesters 2020 an Hochschulen

Veröffentlicht am Mittwoch, 6.5.2020

Die auf Antrag mögliche Nichtanrechnung des Sommersemesters 2020 auf die Regelstudienzeit hat grundsätzlich keine förderungsrechtliche Auswirkung auf die Festsetzung der Förderungshöchstdauer. Förderungsrechtlich richtet sich die Förderungshöchstdauer nach der Regelstudienzeit, die für den jeweiligen Studiengang in den Studienordnungen festgesetzt ist (§ 15a Abs. 1 BAföG).

Diese Vorschrift wurde im Rahmen der Pandemie nicht geändert. Individuelle Änderungen der Regelstudienzeit (Gremien, Rückstufungen oder der jetzt mögliche Antrag auf Nichtanrechnung eines Semesters) führen deshalb förderungsrechtlich nicht zur Erhöhung der Förderungshöchstdauer. Eine Förderung nach Erreichen der Förderungshöchstdauer ist ausschließlich nach den Vorschriften des § 15 Abs. 3 oder 3a BAföG bei Antragstellung möglich. Verlängert sich die tatsächliche Studien- und somit Förderzeit über die Regelstudienzeit hinaus oder liegen Gründe nach § 15 Abs. 3 BAföG bereits im Zeitpunkt der erforderlichen Vorlage des Nachweises nach § 48 BAföG vor, ist in jedem Einzelfall die Ursächlichkeit des Verzuges aufgrund der glaubhaft gemachten Umstände mit den vom Antragsteller eingereichten Unterlagen zu prüfen.

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