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Bei dem folgenden Text handelt es sich um einen Ratgeberbeitrag aus der Kategorie „Finanzen & Versicherungen“.

Geldsorgen vergessen und entspannt sparen im Studium

Veröffentlicht am 23.07.2019Autor: D. Korkut

Der Blick auf das Konto offenbart Studenten oft Schlimmes. Foto: © JESHOOts-com / Pixabay
Der Blick auf das Konto offenbart Studenten oft Schlimmes. Foto: © JESHOOts-com / Pixabay

Sparen kann grundsätzlich etwas Großartiges sein, vor allem wenn es Ziele gibt, auf die es sich zu sparen lohnt, zum Beispiel wenn nach Monaten des Verzichts genug Geld für eine schöne Reise übrigbleibt oder für die teure Systemkamera, die schon seit Jahren auf der Wunschliste steht, in greifbare Nähe rückt. Leider sieht die Wirklichkeit vieler Studenten etwas anders aus. Hier ist Sparen essentiell, um zu überleben.

Nach der 21. Sozialerhebung des Bundesinstituts für Bildung und Forschung standen 2016 Studenten im Durchschnitt 918 Euro im Monat zur Verfügung. Damit leben die meisten Studenten klar unterhalb der Armutsgrenze. Sparen ist also Pflicht. Hier sind die wichtigsten Tipps, wie sich durch geschickte Planung sparen lässt.

Günstige Angebote finden

Wenn mal eine größere Anschaffung ansteht, ist es wichtig, Geduld zu bewahren. So gut wie jedes Produkt wird alle paar Wochen von verschiedenen Einzelhändlern mit besonderen Angeboten beworben. Seien es Smartphone, Laptop, Regenjacke oder Staubsauger. Grundsätzlich sollten zunächst die Preise im Internet miteinander verglichen werden. Dafür gibt es Vergleichsportale wie Idealo und Preisvergleich.de.

Darüber hinaus ist der Preis, den Amazon für eine Ware verlangt, eine gute Referenz, da auf Anfrage viele Händler vor Ort ihre Preise auf die Preise des Online-Riesens senken. Gute Schnäppchen lassen sich aber auch anderswo machen, beispielsweise auch Online-Portalen für Rabatte, Gutscheine und Schnäppchen wie Mein-deal.com. Die Seite sucht gezielt nach günstigen Angeboten im Internet und leitet Interessierte sofort zu dem entsprechenden Angebot weiter.

Abschluss von Verträgen

Schon als Student lässt man sich an alle möglichen Verträge knebeln. Diese mögen für sich genommen zwar noch günstig sein, doch kumuliert belaufen sich die Monatskosten oft auf 100 Euro oder mehr. Daher sollte jeder Vertrag einmal gründlich auf den Prüfstand gestellt und wenn möglich geändert, wenn nicht sogar ganz abgeschafft werden.

Smartphone

Die Kosten für das Smartphone plus Vertrag können sich auf 5 Euro bis zu 50 Euro im Monat belaufen. Über das gesamte Jahr gerechnet ist das ein Unterschied von bis zu 540 Euro. Bei der Vertragswahl ist es besonders wichtig, darauf zu achten, wofür das Smartphone überhaupt genutzt werden soll. Muss es unbedingt das neueste Smartphone-Modell mit unbegrenztem Datenvolumen sein?

Die meisten Smartphone Besitzer nutzen ihre Geräte lediglich dazu, um Nachrichten zu verschicken, Fotos zu machen und im Internetbrowser nach Informationen zu suchen. Dafür und für fast alle normalen Apps reicht ein solides Smartphone, das es schon für 200 Euro zu erstehen gibt. Statt einem Zweijahresvertrag lohnt es sich dann auch, auf eine Prepaidkarte zu wechseln, die ein ausreichendes Datenvolumen und ein paar Freiminuten für 5 Euro bis 10 Euro im Monat bietet.

Strom und Gas

In Deutschland gibt es Hunderte von verschiedenen Strom- und Gasanbietern, da ist es kein Wunder, dass sich auch die Preise sehr stark unterscheiden. Besonders die Grundversorgung lassen sich die Stadtwerke fürstlich bezahlen. Daher ist es ratsam, schnellstmöglich einen alternativen Anbieter für Strom und Gas zu finden. Hierbei helfen Vergleichsportale wie Verivox und Wechselpiraten. Bei der Wahl des passenden Vertrages gibt es unterschiedliche Optionen zu bedenken:

  • Soll es Ökostrom sein?
  • Hat man Lust, den Vertrag jedes Jahr zu wechseln?
  • Ist Preisstabilität wichtig?

Viele Anbieter locken mit besonderen Prämien bei Vertragsabschluss, die sich durchaus lohnen können. Allerding muss man dafür bereit sein, den Vertrag nach einem Jahr schon wieder zu kündigen bzw. nach einem neuen Anbieter zu suchen. Denn nach dem ersten Vertragsjahr ziehen einige dieser Anbieter ihre Preise stark an. Daher lohnt es sich, von Jahr zu Jahr die Anbieter zu wechseln und immer wieder von den verschiedenen Prämien zu profitieren.

Wem das zu viel Aufwand sein sollte, der ist am besten damit beraten, einen Anbieter zu finden, der günstig ist und eine Preisstabilität anbietet. Das Wechseln von Strom- und Gasanbietern ist im Übrigen kinderleicht. In der Regel übernehmen die Anbieter die Kündigung des alten Vertrages und sorgen dafür, dass die Versorgung von Strom und Gas trotz Wechsel nahtlos weitergeht.

Streamingdienste

Ob Netflix, AmazonPrime, Realeyz für Filme und Serien, DAZN für Sport oder Spotify und iMusic für Musik. Im Unterhaltungsbereich lässt sich mittlerweile fast alles streamen und die verschiedenen Anbieter locken mit kostenlosen Probeabos, überschaubaren Kosten von durchschnittlich 10 Euro im Monat und jederzeit kündbaren Verträgen. Problematisch ist nur, dass sich bei vielen unbemerkt die verschiedenen Abos anhäufen. Dadurch werden statt 10 Euro im Monat plötzlich 20 Euro oder 30 Euro fällig. Daher sollten vor allem Studenten überdenken, welche Streamingdienste sie wirklich benötigen und welche Streamingdienste einfach nur schöner, aber überflüssiger Luxus sind und gekündigt werden können.

Wohnen

Wohnheimzimmer mögen zwar nicht so chic sein wie eine WG im Altbau oder den Rückzugsraum bieten wie ein eigenes Apartment, doch sind sie für Studenten die günstigste Art zu wohnen. Vier Wände und ein Dach über dem Kopf, Gemeinschaftsküche und Bad plus Heizung, Warmwasser, Strom und Internet gibt es hier schon ab 200 Euro im Monat.

Fitnessstudio und Sportverein

Ein weiterer Kostenpunkt, der bei vielen Studenten 20 Euro bis 30 Euro im Monat verschlingt, sind die Gebühren für das Fitnessstudio und den Sportverein. Diese Kosten lassen sich gerade im Studium vermeiden, da Studierende über das Universitäts-Sportzentrum der TU-Dresden kostenlos an einer Fülle von Sportkursen teilnehmen können.


Als Student muss man nicht unbedingt am Hungertuch nagen. Durch geschicktes Management der laufenden Kosten lassen sich unnötige Ausgaben vermeiden, wodurch gut und gerne 50 Euro bis 150 Euro mehr in der Monatskasse zur Verfügung stehen. Es mag zwar nicht viel sein, doch allein für das Lebensgefühl ist es wichtig, nicht ständig auf das Geld achten zu müssen.

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