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Bei dem folgenden Text handelt es sich um einen Ratgeberbeitrag aus der Kategorie „Karriere & Bildung“.

Geld verdienen leicht gemacht

Veröffentlicht am 28.10.2020Autor: D. Korkut

© Sincerely Media | Unsplash
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Wer als Studierender Geld verdienen möchte, hat es nicht leicht. Vorlesungen, Semesterarbeiten und Lernen müssen in Einklang gebracht werden und der Tag hat nun einmal nur 24 Stunden. Ein Job für Studentinnen und Studenten muss deshalb ein gewisses Maß an Flexibilität erlauben. Freie Zeiteinteilung ist in Industrie und Wirtschaft aber eher weniger gegeben und nicht jeder eignet sich als Servicekraft in der Gastronomie. Es gibt aber auch immer noch die klassische Art für Studenten Geld zu verdienen: mit Nachhilfeunterricht! Dazu muss man weder Mathematikprofessor sein, noch über umfassende Lebenserfahrungen verfügen. Heute braucht man nur einen PC mit Mikrofon und Webcam und eine Internetverbindung. Denn als Nachhilfelehrerin oder Nachhilfelehrer kann man ganz bequem von überall auf der Welt aus online Geld verdienen.

Unterstützung von der Schülersuche bis zur Bezahlung

Früher war das Finden von Nachhilfeschülern die größte Startschwierigkeit. Man musste tagelang Aushänge in der Uni und den umliegenden Schulen verteilen und viele Leute ansprechen. Das war zeitaufwändig und garantierte noch lange keinen Erfolg. Ein Nachhilfe-Portal bringt Schüler und Lehrer zusammen, der Wohnort spielt keine Rolle. Man bewirbt sich einfach auf Anzeigen von Schülerinnen und Schülern oder man wird anhand des eigenen Profils kontaktiert. Dieses Profil beschreibt die Fähigkeiten und besonderen Kenntnisse und sorgt damit für Aufmerksamkeit. Die Unterrichtszeiten, die in den persönlichen Plan passen, kann man in einer Liste hinterlegen. Den Stundenlohn legt der Nachhilfelehrer selbst fest, um die sichere Bezahlung wiederum kümmert sich der Portalbetreiber. Einfacher kann online Geld verdienen als Nachhilfelehrer nicht sein.

Nachhilfe als wichtige Säule der Bildung

Nachhilfeunterricht ist heute wichtiger denn je. Seit dem Jahr 2000 ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die Nachhilfe in Anspruch nehmen um 75 Prozent gestiegen. Untersuchungen zeigen, dass zwischen einem Viertel und der Hälfte aller Schüler im Laufe ihrer Schulzeit Nachhilfeunterricht bekommen. Vor allem in Mathematik und Fremdsprachen ist Nachhilfe hauptsächlich von Gymnasiasten gefragt. Das Marktvolumen für Nachhilfe lag zuletzt bei annährend einer Milliarde Euro. Diese Zahlen sind Ausdruck der zunehmenden Leistungsorientierung. Für viele Eltern spielt aber auch die individuelle Förderung ihrer Kinder eine wichtige Rolle. Eine Förderung, die die Schule nicht leisten kann. Und genau dabei kann ein Nachhilfelehrer viel mehr sein als nur Wissensvermittler. Wenn er gut und einfühlsam ist, kann er Freund und Vertrauter werden, der den jungen Menschen durch die Höhen und Tiefen des Schuljahres, vielleicht sogar mehrerer Jahre führt. Eine Ausbildung zum Nachhilfelehrer braucht man in Deutschland nicht. Neben fachlicher Kompetenz sollte ein Nachhilfelehrer aber sehr geduldig sein und Lernstoff verständlich vermitteln können.

Mit Geduld und kleinen Schritten

Wie kann Nachhilfeunterricht aber konkret ausgestaltet werden? Am besten ist es, zusammen mit der Schülerin oder dem Schüler gleich zu Beginn ein Ziel festzulegen. Was soll erreicht werden? Welche Schulfächer stehen im Mittelpunkt? Welche Note soll am Ende im Zeugnis stehen? Zwischenziele erleichtern das Durchhalten für beide Seiten. Das können Kenntnisse in einem bestimmten Themenbereich oder die nächste Klassenarbeit sein. Eine gute Vorbereitung auf den Nachhilfeunterricht sollte selbstverständlich sein. Es kann nicht schaden, den betreffenden Stoff vor der Stunde selbst noch einmal zu wiederholen. Wichtig ist auch, die Bedürfnisse der Schüler zu berücksichtigen. Jeder hat seine Stärken und Schwächen. Manche Schüler können sich lange konzentrieren, andere brauchen in kürzeren Abständen Pausen. Ein abwechslungsreicher Unterricht kann helfen, Langeweile und damit nachlassende Konzentration zu vermeiden. Und am Ende der Stunde ist es sinnvoll, den durchgenommenen Stoff noch einmal kurz zusammenzufassen und zu wiederholen. Wurde alles verstanden? Sind Fragen geblieben, die in der nächsten Stunde noch einmal aufgegriffen werden müssen? So gut vor- und nachbereitet macht Unterricht Spaß, und zwar Lehrer und Schüler! Wichtig ist Geduld in jeder Hinsicht. Große Verbesserungen erreicht man nicht über Nacht. Darüber sollte man auch mit den Eltern sprechen. Sind die Erwartungen zu hoch, kann es schnell zu Verstimmungen kommen.

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