Mit psychologischer Beratung zum Studienabschluss

Ein Artikel aus der SPIEGEL-EI-Ausgabe 2/2012, gültig vom 06.02.2012 bis 04.03.2012.

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Beratungsangebote des Studentenwerks Dresden in Zittau und Görlitz - Wie werden sie angenommen?

"Nach einem guten Kaffee verzeiht man sogar den Eltern." sagte schon Oscar Wilde. Nun, wenn sich alle Probleme mit einem Kaffee lösen ließen, dann hätte die Cafeteria mehr und die Psychosoziale Beratungsstelle (PSB) weniger zu tun. Doch das Gegenteil ist der Fall. Auch an der Hochschule Zittau/Görlitz gibt es Beratungsbedarf. Seit Februar 2011 fahren zwei Mitarbeiterinnen der PSB einmal im Monat nach Zittau bzw. Görlitz und bieten eine offene Sprechstunde an. "Auch hier ist das Thema Studienabschluss der häufigste Anlass für eine Beratung." erzählen Romy Reinicke und Stefanie Langnau übereinstimmend. Warum auch sollten Studierende in Zittau/Görlitz andere Probleme und Sorgen haben als die Dresdner Studenten? "Im Wesentlichen gleichen sich die Fragen." berichtet Sabine Stiehler, Leiterin der PSB. Sie bespricht jeden "Fall" mit ihren Mitarbeiterinnen und gemeinsam beraten sie, welche Hilfestellungen gegeben werden können. "Besonders wichtig ist auch in Zittau und Görlitz der Aufbau von Kontakten und Netzwerken." betont Dr. Stiehler. Deshalb starteten ihre Mitarbeiterinnen vor einem Jahr mit über 70 Vorstellungsterminen bei den entsprechenden Kontaktstellen der Städte Zittau und Görlitz und der Hochschule. Sie knüpften Kontakte zu Studiendekanen und Studentenräten, Beratungsstellen und klinischen Einrichtungen. Ab März begannen dann die eigentlichen Sprechstunden vor Ort, immer am 1. Mittwoch im Monat in Zittau, am zweiten Mittwoch im Monat in Görlitz. Während in Zittau 16 StudentInnen in 51 Gesprächen beraten wurden, waren es in Görlitz 47 Sitzungen für 14 StudentInnen, Tendenz steigend. Oft können die Mitarbeiterinnen der PSB auch Hilfe zur Selbsthilfe geben, denn an zweiter Stelle der Kummerskala stehen depressive Verstimmungen und Probleme mit dem Zeitmanagement bzw. Prüfungsangst. Hier können die beiden Pädagoginnen ansetzen und in Gesprächen klären, was zu tun ist, wo die Ursachen liegen und wie die Studierenden einen Weg aus der Sackgasse finden.

Weitere Infos: http://www.studentenwerk-dresden.de/soziales/psychosoziale-beratung.html

Für alle Studierenden eine offene Tür - Stefanie Langnau berät in Zittau in der Geschäftsstelle des Studentenwerks Dresden (Foto: Christian Vetter)
Für alle Studierenden eine offene Tür - Stefanie Langnau berät in Zittau in der Geschäftsstelle des Studentenwerks Dresden (Foto: Christian Vetter)
Die Sozialberatung des Studentenwerks Dresden erhielt im vergangen Jahr fünf Anfragen zur einmaligen Beihilfe für ausländische Studierende in finanziellen Notsituationen aus Zittau bzw. Görlitz. Darüber hinaus meldeten sich einige Studierende, um die Beihilfe für Schwangere zu beantragen. Es gab eine Reihe telefonischer und E-Mail-Anfragen, das Angebot der Sozialberatung ist den meisten Studierenden in Zittau durch die Website bekannt: www.studentenwerk-dresden.de/soziales/sozialberatung.html

Der Bedarf zur Rechtsberatung beim Justitiar des Studentenwerks Dresden ist in Zittau und Görlitz nicht sehr stark ausgeprägt. Trotz Werbung und Vorankündigung auf der Website kam statistisch gerechnet nur ein Student pro Beratungstag. Viele Studierende melden sich per Mail oder telefonisch bei der Rechtsberatung des Studentenwerks: http://www.studentenwerk-dresden.de/soziales/rechtsberatung.html

Anja Buch

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