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Independent Travel und Shadow Day – Amerika live erlebt

Ein Artikel aus der SPIEGEL-EI-Ausgabe 4/2015, gültig vom 11.05.2015 bis 14.06.2015.

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Im März 2015 fand in guter Tradition der Studentenaustausch im Rahmen des Beyond Borders Programm* zwischen dem Studentenwerk Dresden und der Florida State University (FSU) statt. Am ersten des Monats machten sich zehn auslandsbesessene, enthusiastische Studenten aus Dresden und Görlitz mit einer Begleiterin des Studentenwerks auf die lange Reise über den großen Teich. Angekommen am Flughafen in Tallahassee wurden wir, obwohl es schon sehr spät abends war, von den amerikanischen Studenten überschwänglich in Empfang genommen. Sofort wurden grundlegende Informationen ausgetauscht, welche die meisten von uns Deutschen vor Erschöpfung beinahe sofort wieder vergaßen. Doch in den nächsten drei Wochen hatten wir ausführlich Zeit, uns mit den amerikanischen Studenten zu unterhalten und sie und die Kultur ihres Landes kennenzulernen.

Beyond Borders - Reisegruppe in Florida
Zu Gast bei Freunden – das Beyond Borders Programm unterstützt Studierende, die sich für die USA interessieren

Klischees bestätigen oder verwerfen?

Zwei Wochen verbrachten wir in Tallahassee, wo wir mit den Studenten, den Mitarbeitern und Assistenten des Global Engagement Center der FSU viel unternahmen, um die Universität, den Campus, die Stadt sowie Geschichte und Kultur Floridas kennen zu lernen. Zweimal fand ein sogenannter „Shadow Day“ statt – jeder amerikanische Student bekam einen deutschen Studenten zugeteilt und so verbrachte man zusammen den Tag. Entweder gingen wir zusammen zu Vorlesungen, zum Sport oder an den nahe gelegenen See „The Rez“, besuchten Cafés oder Restaurants, lernten Freunde oder sogar die Wohnung der amerikanischen Studenten kennen.

Wir erfuhren am eigenen Leib den "american way of life” und tauschten uns aus über bestimmte Klischees, die wir bestätig oder widerlegt sahen. Durch den direkten Kontakt zu Bewohnern des Landes lernten wir die Mentalität der Menschen und ihre (kulturellen) Besonderheiten besser kennen und erlebten besondere Momente, wie das Feiern des Saint Patrick‘s Day oder die Verbindung der Amerikaner zum Sport. So erlebten wir das sportliche Mitfiebern bei Basketballspielen der FSU und auch in Miami, wo wir ein Spiel der Miami Heat besuchten. Wir versuchten uns selbst (gemeinsam mit den amerikanischen Studenten) in verschiedenen amerikanischen Spielen, wie Dodgeball oder Football.

2.000 Kilometer Independent Travel

Eine Woche lang hatten wir die Möglichkeit, im Rahmen des „Independent Travel“ eine Rundreise durch Florida zu gestalten. Diese sieben Tage planten wir seit unserem ersten Treffen im Dezember: So legten wir letztendlich mehr als 2.000 Kilometer zurück. Wir besuchten in Saint Petersburg das Salvador Dalí Museum, schipperten durch die beeindruckende Landschaft der Everglades und bekamen Alligatoren zu Gesicht. In Miami wohnten wir direkt am lebhaften Ocean Drive unmittelbar am schönen Strand, machten einen Abstecher zum „Southernmost Point“ der USA auf der karibisch anmutenden Insel Key West, sahen in Cape Canaveral eine Rakete starten, machten eine siebenstündige Shoppingtour in Orlando und erlebten in Daytona Beach die Bike Week. Kurz: Wir machten alles, worauf wir Lust hatten. Für jeden von uns waren diese drei Wochen eine einmalige Erfahrung. Es wurden Freundschaften geschlossen, die hoffentlich noch über Jahre bestehen werden.

Im Mai folgt der Gegenbesuch der Studenten aus Florida – beide Gruppen können es kaum noch erwarten. Dann werden wir die Gastgeber sein und den Amerikanern Dresden, Leipzig, Görlitz, die Sächsische Schweiz und vieles mehr zeigen und ihnen unsere Kultur und Geschichte präsentieren.

Maria Therese Schneider im Auftrag der Beyond Borders Gruppe 2015

* Ziel des Programms ist es, das Partnerland noch besser kennen zu lernen. Die vielfältigen Aktivitäten ermöglichen es, mehr über die USA und die Menschen dort zu erfahren. Die genaue Ausschreibung ist immer ab September des Vorjahres für die Reise im Februar des Folgejahres auf der Website des Studentenwerks Dresden zu finden.

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