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Zeichnerische Interventionen im Wohnheim Loe 16

Ein Artikel aus der SPIEGEL-EI-Ausgabe 2/2016, gültig vom 03.02.2016 bis 05.04.2016.

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Am 27. Januar fand im Wohnheim „Loe 16“ (Fritz-Löffler-Straße 16) – die Suche nach einem passenden Namen läuft – eine Vernissage statt. Unter dem Titel „Zeichnerische Interventionen“ entstanden künstlerische Wandarbeiten. Es sind Muster, Netze, Gewebe – mal lösen sich die Formen auf, mal werden sie an der nächsten Wand weitergeführt. Eine dichte Komposition, die symbiotisch mit der Wand wirkt. Beim Gang durch das Haus verbinden sich die Elemente – Sinnbild für das Zusammenleben internationaler Studenten.

Passend zum Artikel „Zeichnerische Interventionen“ ist eine Grafik der Künstlerin Ella Becker abgebildet. Sie zeigt eine viereckige grafische Struktur auf einem gelben Untergrund. Das Quadrat steht auf der Spitze, es besteht aus verschiedenen Linienstrukturen, die sich begegnen und voneinander entfernen, es handelt sich um ein abstraktes geometrisches Muster, das auch fast weiße Flächen enthält.

Ella Becker hat „die Linie“ für sich entdeckt, Zeichnungen, die sich in Flächen und Räume einfügen oder eben auch „intervenieren“. Sie ist diplomierte freischaffende Künstlerin und derzeit Meisterschülerin bei Christian Macketanz, Professor für Malerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden (HfBK).

Die Kunstvermittlerin und Galeristin Elly Brose-Eiermann fand bei der Vernissage die richtigen Worte: „Eine ‚Kooperation mit dem Hausmeister‘ nannte die Künstlerin ihre Intervention scherzhaft, als ich sie während ihrer Arbeit vor Ort besuchte. Ich hatte nicht gleich verstanden, warum sie sich die jeweiligen Orte im Treppenhaus ausgesucht hat und fragte, wie sie die Flächen ausgewählt und bearbeitet hat. „Das habe ich so vorgefunden, der Hausmeister hat mir die Blätter an die Wand gemalt“’. Vorher hing dort ein Bild oder eine Tafel, wie man noch an der Wand vor dem Fahrstuhl in der 3. Etage anhand der übrig gebliebenen Bohrlöcher sehen kann.“

Das Wohnheim, das speziell für internationale Programm- und Kurzzeitstudierende zur Verfügung steht, soll gemeinsam mit den Bewohnern auch künstlerisch weiter ausgestaltet werden.

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