Ihre Position:

Eigentum verpflichtet - Nachrichten aus dem östlichsten Hochschulstandorten Zittau und Görlitz

Ein Artikel aus der SPIEGEL-EI-Ausgabe 20/2009, gültig vom 09.11.2009 bis 22.11.2009.

Hinweis: Die Angaben in diesem Artikel sind möglicherweise nicht mehr aktuell
Dieser Artikel stammt aus einer älteren SPIEGEL-EI-Ausgabe. Bitte beachten Sie, dass sich Informationen z.B. zu Öffnungzeiten oder Ansprechpartnern in der Zwischenzeit geändert haben können.

Görlitz, Anfang November, Innenhof des Wohnheims Vogtshof: Ein idyllisches Bild bieten herbstlich verfärbtes Weinlaub, regennasse Pflastersteine, hier und da ein Fahrrad an einem Baum lehnend... Aber was, wenn StudentIn vergisst, den womöglich wertvollen Drahtesel mit einem Fahrradschloss zu sichern und das gute Stück Dieben in die Hände fällt?

Gerd Sureck, Justitiar des Studentenwerks Dresden: "Es gibt alle möglichen Arten von Versicherungen, unbedingt empfehlenswert sind Hausrat- und Haftpflichtversicherung. Wer nicht mehr im Hotel Mama wohnt, sollte mit den Eltern einen Blick in die Versicherungspolicen werfen und danach entscheiden, inwieweit eigene Versicherungen notwendig sind." Wie Andreas G., Tourismusstudent und seines Zeichens seit drei Jahren Wohnheimbewohner im Vogtshof, versichert: "Es gibt genügend abschließbare Fahrradkeller im Vogtshof, aber wer macht sich schon die Mühe und trägt sein Rad da hinein?" Andreas G. hat sich auch die Mühe gemacht, eine Versicherung für Hausrat und Haftpflicht abzuschließen und ist im Nachhinein froh darüber: "Jammern kann jeder im Schadensfall. Aber wenn man 'erwachsen' sein will, gehört es eben auch dazu, über Behördenkram nachzudenken. Eine Versicherung muss nicht viel kosten. Wer sorgfältig recherchiert, wird schnell auf günstige Angebote für Studenten stoßen."

Heidemarie Michel - Sachbearbeiterin Vermietung der Wohnheime Vogtshof und Hirschwinkel in Görlitz - betreut seit vielen Jahren die studentischen Bewohner. "In diesem Jahr sind die Wohnheime wirklich gut ausgelastet. Viele Studenten geben ihrer Zufriedenheit mit den Wohnheimzimmern Ausdruck. Probleme, die derzeit wegen Feuchtigkeit in einigen Bädern im Vogtshof bestehen, werden so schnell es geht beseitigt." Zum Umstand, dass sehr viele Studenten ihr Fahrrad im Hof abstellen, meint sie: "Die Sicherheit würde erhöht werden, wenn das vorhandene Gittertor nachts geschlossen bliebe."

Die Zittauer Wohnheime sind ähnlich gut ausgelastet wie die Görlitzer, allerdings unter anderen Vorzeichen. Karin Antes, Leiterin der Außenstelle Zittau/Görlitz des Studentenwerks Dresden, berichtet: "Unsere unsanierten Wohnheime in Zittau entsprechen in keiner Form mehr dem heutigen Standard. Zum Sommersemester 2010 werden wir das Wohnheim A abgeben. Wohnheim F benötigt dringend eine Sanierung. Dusche, WC und Küche auf dem Gang sind halt gewöhnungsbedürftig. Ein Großteil der Zimmer wurde zwar durch Maler instandgesetzt und mit Möbeln aus dem Abbau der Zweibettzimmer ausgerüstet, es bleibt aber ein unsaniertes WH. Insgesamt sind mit Semesterbeginn 381 neue Studenten in unsere Wohnheime eingezogen. 110 davon sind ausländische Studenten. Zurzeit gibt es in Zittau acht Häuser mit insgesamt 597 Plätzen und in Görlitz zwei Wohnheime mit 308 Plätzen. Sowohl in Zittau als auch in Görlitz haben wir je 3 freie Betten. In Zittau sind es drei Plätze in den unsanierten WH."

Die Situation in den Mensen stellt sich positiv dar. Offensichtlich hat es sich auch unter den "Neuen" ganz schnell rumgesprochen, dass das Essen in der Mensa preiswert und gesund ist. Noch einmal Karin Antes: "In der Mensa Zittau verkaufen wir täglich etwa 1.100 Portionen, montags und freitags sind es 900 Portionen. In der Cafeteria im Haus VII werden reichlich 100 Essen ausgegeben. Die Mensa Görlitz hat täglich um die 500 Gäste, montags und freitags sind es ca. 250. Unser Spitzenreiter im Oktober war der 20.10.2009 mit 1.785 verkauften Essen in allen drei Einrichtungen. Geht man davon aus, dass es ungefähr 3.700 Studenten in Zittau und Görlitz gibt (und vernachlässigt man die Zahl der Hochschulangestellten), ist an diesem Tag fast jeder zweite Student in der Mensa gewesen." Auch Student Andreas G. besucht die Mensa in Görlitz häufig: "Manchmal frühstücke ich gleich auf dem Campus. Görlitz ist die Stadt der kurzen Wege. Vom Vogtshof aus ist man schnell in der Altstadt, am Campus, in der Mensa." Mit kurzen Wegen meint der Student auch die Kommunikationswege zum Studentenwerk. "Zettel in den Briefkasten genügt und schon wird mir geholfen. Ob die Tür klemmt oder der Wasserhahn tropft, hier gibt’s keine langen Wartezeiten." Drücken wir die Daumen, dass sich Studenten in Zittau und Görlitz am Ende ihres Studiums so freundlich auf ihre Zeit im Wohnheim zurückblicken. Ein kleines Stück eigenen Engagements kann viel dazu beitragen. Übrigens werden noch Wohnheimtutoren gesucht, insbesondere zur Betreuung ausländischer Studierender. Mail ans Studentenwerk genügt: karin.antes@swdd.hs-zigr.de

Anja Buch

Was der Justiziar empfiehlt:

Hausratversicherung - wichtig bei Schäden durch Brand, Einbruchdiebstahl/Raub, Leitungswasser und Sturm/Hagel) Achtung! Darauf achten, dass der Versicherungswert nicht zu hoch angesetzt wird, ein Wohnheimzimmer hat meistens kein mietereigenes Mobiliar, das über 20.000 EUR hinausgeht.

Haftpflicht - wichtig bei Schäden, die man anderen zufügt, indem z.B. die berühmte Waschmaschine ausläuft. Auch hier auf die Versicherungssumme achten, sie bestimmt letztendlich die Höhe des Versicherungsbeitrages entscheidend mit. Für aktive Fahrradfahrer (insbesondere solche mit sehr hochwertigen schnellen Fahrrädern): Am Versicherungsmarkt werden auch FahrradKASKO- und Fahrradhaftpflichtversicherungen angeboten!

Zurück zur Übersicht der SPIEGEL-EI-Ausgabe 20/2009