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Fachrichtungsspezifisches Wohnen - ein Projekt der Hauptabteilung Wohnen

Ein Artikel aus der SPIEGEL-EI-Ausgabe 21/2009, gültig vom 23.11.2009 bis 06.12.2009.

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Der Beginn eines Studiums stellt für jeden Studienanfänger eine besondere Herausforderung dar. Fremde Stadt, fremde Leute, tausend neue Informationen und genau so viele Fragen.... Zahlreiche wertvolle Orientierungshilfen finden Studienanfänger an ihrer Uni oder Hochschule. Die Starthilfe des Studentenwerks ist das moderne, preiswerte und hochschulnahe Wohnheimzimmer. Die Wohnheimwahl erfolgte dabei bisher ausschließlich nach der jeweils favorisierten Zimmerart bzw. Wohnform. Eher durch Zufall oder geschicktes Lancieren der Sachbearbeiterin trafen sich so Studienanfänger derselben Fachrichtung in einer WG. Unsere Idee ist es nun, bestimmte Wohnheime gezielt Studenten einzelner Fakultäten bzw. Fachrichtungen anzubieten. Die so geschaffene Möglichkeit, Kommilitonen nicht nur im Hörsaal sondern auch im Wohnheim kennen zu lernen, stellt eine wesentliche Einstiegshilfe für Studienanfänger dar.

Voraussetzung für die Entscheidung eines Wohnheimbewerbers für die fachspezifische Wohnheimwahl ist eine moderne und aussagekräftige Darstellung der Wohnheime auf der Website. In Vorbereitung des Wintersemesters2009/10 wurden virtuelle Rundgänge für alle Wohnheime und alle Wohnformen erstellt, und wir starteten mit einem Pilotprojekt mit den TU -Studiengängen Maschinenbau in der Budapester Straße 24 und Wirtschaftswissenschaften in der Wundtstraße 11. Die Wohnheimplatzbewerber dieser Studiengänge wurden per E-Mail über die Möglichkeit des fachspezifischen Wohnens informiert und befragt, ob sie diese nutzen möchten. Gleichzeitige wurde in einer Online-Umfrage ermittelt, ob Studenten generell zugunsten der fachspezifischen Unterbringung auch auf ihr eigentliches Wunschwohnheim verzichten würden. Immerhin 84 Prozent aller befragten Studienanfänger bejahten dies.

Seit Semesterbeginn wohnen nunmehr 41 Studienanfänger des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften in der Wundtstraße 11 und 66 Maschinenbauer im Wohnheim Budapester Straße 24. Diese erfreuliche Zahl, die durchweg positive Resonanz von Studenten und insbesondere deren Eltern sowie das Ergebnis unserer Online-Umfrage bestärken uns, einerseits mit dem Pilotprojekt intensiv fortzufahren und andererseits die Einführung für alle Fachrichtungen und Hochschulen zum Wintersemester 2010/11 vorzusehen. Für das Pilotprojekt konnten wir sehr schnell bereits im Haus wohnende Studenten höherer Studienjahre als Tutoren gewinnen. Zu der gesamten Thematik steht das Studentenwerk auch in engem Kontakt zu den Fakultäten und Fachschaftsräten. In den vergangenen Wochen fand in beiden Häusern ein erstes Wohnheim-Treffen statt.

Für die Zukunft ist unsere Vision, dass sich die Mehrzahl aller Studienanfänger, die sich um einen Wohnheimplatz bewerben, für das fachrichtungsspezifische Wohnen entscheidet. Zu dieser Entscheidung könnten der Rat der Eltern, die diese Wohnform aus eigenem Erleben kennen, und die Werbung der Fakultäten für "ihr" Wohnheim beitragen. Tutoren in den Wohnheimen organisieren gemeinsam mit den Fachschaftsräten Lernhilfen, Informationsveranstaltungen und Partys.

Annette Effner

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