Studentische Telefon"seelsorge"

Ein Artikel aus der SPIEGEL-EI-Ausgabe 21/2009, gültig vom 23.11.2009 bis 06.12.2009.

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Seit Einführung der Bachelor und Master-Studiengänge nimmt die Zahl von Studenten, die sich an die Beratungsstellen der Hochschulen wenden ständig zu. Prüfungsangst, mangelndes Selbstwertgefühl, Einsamkeit und depressive Verstimmung sind nur einige der Schwierigkeiten, mit denen Studenten zu kämpfen haben.

Seit dem 10.11.2009 gibt es in Dresden ein Zuhörtelefon von Studierenden für Studierende, das eine Anlaufstelle für diese Probleme während der Nachtstunden bieten soll. Die Idee stammt aus Großbritannien, wo sie in der University of Essex seit über 40 Jahren betrieben wird und bereits zu einer nationalen Institution geworden ist. Seit einigen Jahren gibt es auch erfolgreiche deutsche Ausläufer in Münster, Heidelberg und Freiburg.

Ehrenamtliche Studierende stehen an der Nightline Dienstag, Donnerstag und Sonntag mit offenen Ohren für die Probleme der Anrufer zur Verfügung. Die Gespräche sind vertraulich, vorurteilsfrei und vor allem absolut anonym. Wer nicht möchte, muss nicht einmal seinen Namen nennen. Der Fokus liegt hierbei auf dem aktiven Zuhören und Impulssetzung zur eigenständigen Problemlösung, der Anrufer wird weder belehrt noch zwangsweise beraten. In ernsteren Fällen vermitteln die Ehrenamtlichen auf Wunsch an professionelle Beratungsstellen weiter.

Das gemeinnützige Projekt wurde von der Studentenstiftung Dresden initiiert. Um das Angebot aufrecht erhalten und ausbauen zu können, freut sich das Projekt natürlich über Zuwendungen und Initiativen potentieller Sponsoren.

Nummer des Zuhörtelefons: (0351) 4277345
Dienstag, Donnerstag und Sonntag jeweils von 21:00 - 1:00 Uhr
Verbindung im Internet: www.nightline-dresden.de und info@nightline-dresden.de

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