Ihre Position:

Gutzkowclub macht weiter - Ab 1.3.10 darf der Gutzkowclub mit Auflagen seinen Clubbetrieb weiterführen

Ein Artikel aus der SPIEGEL-EI-Ausgabe 6/2010, gültig vom 15.03.2010 bis 28.03.2010.

Hinweis: Die Angaben in diesem Artikel sind möglicherweise nicht mehr aktuell
Dieser Artikel stammt aus einer älteren SPIEGEL-EI-Ausgabe. Bitte beachten Sie, dass sich Informationen z.B. zu Öffnungzeiten oder Ansprechpartnern in der Zwischenzeit geändert haben können.

Anfang Februar teilte der Geschäftsführer des Studentenwerks, Herr Martin Richter, dem Gutzkowclub die Rücknahme der Kündigung mit, da es Verbesserungen beim Lärmschutz und der Zusammenarbeit gab. Gleichzeitig wurden dem Club allerdings Auflagen erteilt, insbesondere monatliche Kontaktgespräche mit den Abteilungen Wohnen und Kultur, regelmäßige Lärmpegelmessungen bei Veranstaltungen und Vorlage von Clubordnungen.

Das erste Kontaktgespräch fand am 1. März in einer größeren Runde im Gutzkowclub statt. Hauptabteilungsleiterin Wohnen, Karin Tzscherlich, Wohnbereichsleiterin Margitta Kühne, Hausmeister Tobias Jeltzsch und Vertreter des Kulturbüros Hannelore Stephan und Rainer Freckmann sprachen mit dem 1. Vorstand des Gutzkowclubs Matthias Löschigk und dem Finanzchef Jan Kujasch. Einig waren sich alle darin, dass der Club seine neue Chance verantwortungsbewusst nutzen muss und will, um die Zusammenarbeit mit dem Studentenwerk dauerhaft zu verbessern und auch mit Wohnheimbewohnern und Anwohnern ein spannungsfreies Verhältnis zu erreichen.

Zu den konkreten Maßnahmen zählt die regelmäßige Durchführung von Lärmpegelmessungen bei Veranstaltungen. Dadurch ist der Club in der Lage, die durch ihn verursachten Geräuschentwicklungen richtig einzuschätzen und auf Überschreitungen der gesetzlichen Grenzwerte umgehend zu reagieren. Aber allein mit der Lärmmessung und der Reduzierung der Musiklautstärke ist es nicht getan - problematisch ist auch der zu lange und laute Aufenthalt der Gäste vor dem Club. Hier will der Club durch den Einsatz von Security verstärkt Einfluss nehmen. So dürfen die Gäste zum Beispiel keine Getränke mehr mit nach draußen nehmen.

"Jeder Bewohner, der sich durch uns belästigt fühlt, wird ernst genommen", verspricht Matthias Löschigk, "wir wollen ein gutes Verhältnis zu den Wohnheimbewohnern und sie auch häufiger als Gäste im Club haben." So will der Club sich über die Website des Wohnheimes an die Bewohner wenden, seinen Kontakt dort veröffentlichen und auch auf Clubhöhepunkte aufmerksam machen.

Hausmeister Tobias Jeltsch hofft auf Kontinuität beim jetzigen Clubvorstand, denn er hat schon viele Clubvorstände kommen und gehen sehen, und oftmals sei nach einem Wechsel wieder der alte unbefriedigende Zustand eingetreten. "Wechsel wird es auch künftig geben, aber wir werden alles daran setzen, verantwortungsbewusste Leute zu finden, die sich für den Club einsetzen und ihn voranbringen wollen", so Matthias Löschigk.

Hannelore Stephan

Zurück zur Übersicht der SPIEGEL-EI-Ausgabe 6/2010