Frage: Wer bekommt eigentlich BAföG?

Antwort:

Grundsätzlich haben Sie einen Rechtsanspruch auf individuelle Ausbildungsförderung, wenn Sie Studierender deutscher Staatsangehörigkeit sind, der bei Beginn des Ausbildungsabschnitts das 30. Lebensjahr noch nicht beendet hat und noch keine nach diesem Gesetz förderfähige (Fach-)Hochschulausbildung abgeschlossen hat.

Aber auch für ausländische Studierende oder Studierende, die bei der Antragstellung älter als 30 Jahre sind, kann unter bestimmten Voraussetzungen - wenn Sie z. B. ein Masterstudium als zweites (Fach-) Hochschulstudium aufnehmen und bei Beginn dieses nicht älter als 35 Jahre sind - BAföG gezahlt werden. Weiterführende Infos dazu bekommen Sie im Servicebüro oder bei Ihrer zuständigen Sachbearbeiter/-in.

BAföG wird aber nur gezahlt, wenn Ihnen die Mittel, die Sie zum Lebensunterhalt benötigen, nicht anderweitig zur Verfügung stehen - also weder aus Ihrem eigenen Einkommen und Vermögen, noch aus dem Einkommen Ihres Ehegatten, Ihres Lebenspartners oder Ihrer Eltern.

Im Ausnahmefall, wenn durch den Auszubildenden die entsprechenden Bedingungen erfüllt sind, kann Ausbildungsförderung auch ohne Anrechnung des Einkommens der Eltern geleistet werden.

Bei der Berechnung des BAföG-Anspruchs und bei der Entscheidung, ob ein solcher dem Grunde nach überhaupt besteht, gibt es zahlreiche zu beachtende Faktoren, die es unmöglich machen, dies hier allgemein darzustellen. Aber gerade diese Individualität kennzeichnet das BAföG.

Also, bevor Sie sich aufgrund der großen Menge von Gesetzestexten die Haare raufen, nutzen Sie lieber das Informationsangebot des Amtes für Ausbildungsförderung. Eine persönliche Beratung ist schließlich allemal besser als das stundenlange Lesen eines Gesetzes, oder?