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Allergenkennzeichnung in der Mensa: Studentenwerke sind gut vorbereitet

Ein Artikel aus der SPIEGEL-EI-Ausgabe 1/2015, gültig vom 05.01.2015 bis 01.02.2015.

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Ab 13. Dezember 2014 gilt in Deutschland Kennzeichnungspflicht für 14 Hauptallergene. Die Mensen der deutschen Studentenwerke waren gut vorbereitet auf die ab dem 13. Dezember 2014 geltende Kennzeichnungspflicht von Allergenen. Das teilt das Deutsche Studentenwerk (DSW), Dachverband der 58 Studentenwerke in Deutschland, mit. Die Studentenwerke betreiben bundesweit 925 hochschulgastronomische Einrichtungen (dazu zählen auch Bistros und Cafeterien), darunter rund 400 Mensen. Sie bereiten im Jahr ca. 90 Millionen Essen zu; 800.000 Studierende essen täglich in einer gastronomischen Einrichtung der Studentenwerke.

Ab 13. Dezember 2014 gilt in allen EU-Ländern eine Kennzeichnungspflicht von 14 Hauptallergenen bei unverpackten Lebensmitteln, so genannter loser Ware. In Deutschland wurde dafür die Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV) erlassen. Als Hauptallergene gelten Eier, Erdnüsse, Fisch, Gluten, Krebstiere, Lupinen, Milch/Laktose, Schalenfrüchte, Schwefeldioxid, Sellerie, Senf, Sesam, Soja und Weichtiere. Laut Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gibt es in Deutschland mehr als zwei Millionen Allergikerinnen und Allergiker sowie viele weitere Menschen mit Lebensmittelunverträglichkeiten. „In der Mensa können Allergikerinnen und Allergiker unbeschwert essen. Die Studentenwerke sind gut vorbereitet”, erläuterte Achim Meyer auf der Heyde, der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks. „Die Studierenden und alle weiteren Gäste werden schriftlich über Allergene informiert, und die Beschäftigten der Studentenwerke in der Hochschulgastronomie geben gerne auch mündlich Auskunft.”

Studentenwerk Dresden kennzeichnet Allergene

In allen Mensen und Cafeterien des Studentenwerks Dresden wurden schon seit 2011 die zwölf häufigsten allergieauslösenden Lebensmittel gekennzeichnet. Ab Jahresbeginn 2015 werden nicht nur die fehlenden Allergene Lupine und Weichtiere gekennzeichnet, die Allergene werden auch direkt an den Komponenten der Warmspeisen erkennbar sein. Zur Erleichterung der Zuordnung der Buchstaben, die für die einzelnen Allergene stehen, finden die Gäste nicht nur die Legenden auf den Tresen der Essenausgaben und im Speiseplan, sondern auch auf Visitenkarten, die ab 2015 an den Kassen der Mensen ausliegen.

Kennzeichnungen von Allergenen im Mensa-Speiseplan

Wie sicher können Mensagäste sein, dass alle Allergene ausgewiesen sind?

Das Studentenwerk Dresden unternimmt alles, um die Kennzeichnung der Allergene so sicher wie möglich zu gestalten. Jeder neu ins Sortiment aufgenommene Artikel wird sofort mit der entsprechenden Kennzeichnung in das Warenwirtschaftsprogramm eingepflegt. Zudem erfolgt eine kontinuierliche Aktualisierung der Daten bei Lieferantenwechsel. Die Küchenleiter planen die Speisepläne mit dem Warenwirtschaftsprogramm, sodass die Kennzeichnung automatisch durch das Programm vorgenommen wird. Diese Informationen sind dann die Grundlage für den Internet-Speiseplan, die Monitore in den Mensen-Foyers und die Schilder an der Ausgabe. Damit es an dieser Stelle keine Übertragungsfehler gibt, erfolgt alles vollautomatisch. Ganz wichtig ist, dass auch die Mitarbeiter über die Problematik von Lebensmittelallergien informiert sind. Deshalb wurden alle Mitarbeiter in den Mensen umfassend zum Thema geschult.

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