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Von der Elbe an die Maas – die TU Big Band zu Besuch in der Partnerstadt Rotterdam

Ein Artikel aus der SPIEGEL-EI-Ausgabe 14/2006, gültig vom 03.07.2006 bis 16.07.2006.

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Manch Mensagänger erinnert sich vielleicht noch: Vor einem reichlichen Jahr spielte „MajEUR“, ein niederländisches Studentenorchester, vor der Mensa Bergstraße zur Eröffnung der Dresdner Studententage. Eine Woche waren sie auf Einladung der TU Big Band in Dresden und lernten das hiesige Studentenleben kennen. Nun waren die Dresdner Musiker zum Gegenbesuch in der holländischen Partnerstadt.

Nach einem musikalischen Zwischenstopp zur „Nacht der offenen Kirchen“ im ökumenischen Kirchenforum Bochum erreichte die Big Band am Pfingstmontag Rotterdam. Nach einem kleinen Rundgang durch die Stadt stimmte ein Umtrunk beider Orchester auf der Kneipenmeile auf die folgenden Tage ein.

Eine Woche lang – vom 04. bis 11.Juni – erlebte die TU Big Band Rotterdam mit seinen architektonischen Sehenswürdigkeiten wie der Erasmusbrücke und den Kubushäusern sowie dem größten Hochseehafen Europas. Eine Bootsfahrt vor der modernen Skyline war da natürlich ein Muss.
Auch mit dem Fahrrad wurde die Gegend erkundet. Unter Führung der Gäste begaben sich einige Musiker – stilecht holländisch – in das malerische Städtchen Delft. Besonders angenehm fielen dabei die guten Radwege auf, welche auch in einer Großstadt wie Rotterdam durchgängig und sicher angelegt sind, sodass es auch Spaß macht, mitten durchs Zentrum zu radeln.

Mit Mensa-Gutscheinen der Erasmus-Universität wurde der mittägliche Hunger gestillt, revanchiert wurde sich mit einem Konzert zur Mittagszeit. In den Niederlanden wird abends warm gegessen, in der Mensa erhält man am Buffet deshalb überwiegend Baguettes und Aufschnitt. Wegen der nicht subventionierten Speisen muss der Student deshalb tiefer als hierzulande in die Taschen greifen.

Nach gemeinsamen Proben in der Woche gab es natürlich auch ein Abschlusskonzert, welches sich glücklicherweise nur geringfügig mit dem WM-Eröffnungsspiel überschnitt: Kurz nach Abpfiff begann das Freundschaftsspiel Dresden-Rotterdam im Völkerkundemuseum. Die TU Big Band eröffnete mit Glenn Miller & Co., MajEUR konterte mit „Rapunzel“ und „Lord of the Rings“ - in der Verlängerung spielten beide unter anderem Filmmusiken aus „Pink Panther“ und „James Bond“. Alles in allem ein gelungener Abend, der im Pub ausklang.

Beim Ausflug nach Scheveningen am Samstag kam endgültig richtige Urlaubsstimmung auf. Am „beliebtesten Strand der Niederlande“ – dicht an dicht – wurden Bigband-Mitglieder dem holländischen Deutschen-Klischee des Sandburgbauens gerecht und die Sonne tat ihr Bestes, keinen deutschen Rücken blass zu lassen. Den Höhepunkt der Reise bildete die Abschlussparty am selben Abend. In der Stammkneipe von MajEUR wurde bis Thekenschluss gefeiert, bevor man Richtung Zentrum weiter zog. Für die Rückfahrt wurde die TU Big Band mit einen Oranje - Präsentkorb ausgestattet - randvoll mit holländischen Süßigkeiten und ausschließlich in Orange!

Maria Hardtmann, TU Big Band

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