In kleinen Schritten – die Sanierung des Studentenhauses Tusculum

Ein Artikel aus der SPIEGEL-EI-Ausgabe 17/2006, gültig vom 14.08.2006 bis 27.08.2006.

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Es gibt in Dresden wohl kaum Studenten, denen der Name Tusculum nichts sagt. Die meisten waren sicher schon auf einer der rund 130 privaten oder öffentlichen Partys, die es im Jahr hier gibt. Für die kleine Geburtstagsfeier mit 30 Gästen bis zur Fachschafts-Party mit 400 Besuchern reicht der Platz, den die vorhandenen drei Räume im Erdgeschoss des Studentenhauses bieten. Daneben bietet das Haus im Dachgeschoss und im Keller derzeit 25 künstlerischen Gruppen und Einzelnutzern die Möglichkeit, ihre musikalischen und tänzerischen Proben durchzuführen. Nicht zu vergessen ist natürlich die Ausgabemensa, die von Montag bis Freitag täglich ca. 140 Studenten und Mitarbeiter der TU Dresden mit einer warmen Mahlzeit versorgt.

Solch intensive Nutzung bringt natürlich einen stetigen Verschleiß mit sich. Auch ist nicht zu übersehen, dass der Zahn der Zeit kräftig am Gebäude nagt. Da für das Studentenwerk Dresden die Sanierung von Mensen und Wohnheimen Vorrang hat, sind finanzielle Mittel für eine Gesamtsanierung des Tusculum derzeit nicht vorhanden.

Im Jahr 2005 wurde deshalb in Zusammenarbeit mit dem „Hausarchitekten“ Dr.-Ing. Karl Unger ein Plan für die mittelfristige Werterhaltung und Sanierung unter folgenden Prämissen erstellt:

Es sollen solche Baumaßnahmen durchgeführt werden, die

- mit einem überschaubaren finanziellen Aufwand im Verlauf von ein bis zwei Haushaltsjahren zu bewältigen sind
- deren Umsetzung nicht in die Grundsubstanz des Hauses eingreift und daher nicht mit einer späteren grundlegenden Sanierung kollidiert
- zur Vorbereitung einer Sanierung ohnehin notwendig sind (z.B. Rückbau alter Installationen)
- zur Senkung der Betriebskosten führen (Umbau Heizungsverteilung, Einbau neuer Fenster)

Nach den derzeitigen Prognosen stehen dem Tusculum in den kommenden Jahren pro Jahr etwa 23.000 € für diese Maßnahmen zur Verfügung.

Bereits 2005 wurde der Rückbau alter Installationen im Kellerbereich realisiert. Dort mussten Kühl- und Lüftungsanlagen der ehemaligen Gaststätte demontiert werden. Die ehemaligen Kühlzellen sollen später zu Band-Proberäumen umgebaut werden.

Derzeit in Arbeit ist die Neugestaltung der Heizungszentrale. Dabei mussten die alten Behälter für die Warmwasserversorgung entsorgt sowie die betroffenen Räume trockengelegt werden. Neben technischen sprachen vor allem finanzielle Gründe dafür, mit einem Heizungsumbau zu beginnen. Konnte bisher nur gesagt werden, „entweder wir heizen oder wir heizen nicht“, wird es durch den Einbau von Regelungstechnik in Zukunft möglich sein, die verschiedenen Bereiche des Hauses je nach Bedarf mit Wärme zu versorgen. Die hier eingesparten Mittel stehen dann wiederum für weitere Sanierungsmaßnahmen zur Verfügung.

Für das Jahr 2007 ist die Verlegung der Ausgabemensa vom Saal 3 in den Saal 2 geplant. Damit einher geht die Neugestaltung der bisherigen Veranstaltungsküche sowie eine Sanierung des Saales 2. Mit der Neugestaltung werden sich die Arbeitsbedingungen für die Mensa erheblich verbessern, so dass auch eine Erweiterung des Angebotes möglich wird.

Weitere, für die kommenden Jahre geplante Maßnahmen sind unter anderen:

- die Erneuerung der restlichen Fenster im Erdgeschoss
- die Erneuerung der Heizungsanlage in Keller und Erdgeschoss
- Einbau von Band-Proberäumen im Kellergeschoss
- Herstellung einer Zufahrt zum Haus

Es ist ein Weg der kleinen Schritte, mit dem wir aber, den derzeitigen Möglichkeiten entsprechend, die Nutzungsfähigkeit unseres Studentenhauses erhalten und die Bedingungen für die weitere Veranstaltungs- und Probentätigkeit verbessern.

Rainer Freckmann

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