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Gutes Feedback zur 4. Online-Mensen-Umfrage

Ein Artikel aus der SPIEGEL-EI-Ausgabe 16/2009, gültig vom 03.08.2009 bis 16.08.2009.

Hinweis: Die Angaben in diesem Artikel sind möglicherweise nicht mehr aktuell
Dieser Artikel stammt aus einer älteren SPIEGEL-EI-Ausgabe. Bitte beachten Sie, dass sich Informationen z.B. zu Öffnungzeiten oder Ansprechpartnern in der Zwischenzeit geändert haben können.

"Schon wieder eine Online-Umfrage zu den Mensen?" wird sich manch einer gefragt haben, der den Fragebogen auf der Website des Studentenwerks beim Schließen des Speiseplans zu sehen bekam. Ja, wieder einmal wollte die Abteilung Hochschulgastronomie wissen, wie es um die Zufriedenheit der Mensabesucher bestellt ist, um daraus Schlussfolgerungen für die Optimierung ihres Angebotes und Services ziehen zu können. Die insgesamt 1.471 eingegangenen Fragebögen lassen erkennen, wo die einzelnen Mensen stehen, welches ihre Stärken und Schwächen sind.

Die Anzahl der Rückläufe lag in diesem Jahr höher als in den drei vorhergehenden Jahren, da in vier Einrichtungen zusätzlich Fragebögen ausgegeben wurden. Das betraf die Mensen Görlitz, Tharandt, Sport sowie das U-Boot, welches als Cafeteria auch in die Umfrage aufgenommen wurde. Besonders für die Mensa Görlitz hat sich diese Aktion gelohnt - 222 Rückläufe gingen insgesamt zu Görlitz ein (im Vergleich: 2008 nur 14!). 485 Fragebögen können der Alten Mensa und 327 der Mensa Bergstraße zugeordnet werden, 111 der Mensa Reichenbachstraße und 107 der Mensa Siedepunkt.

Wie wurden die einzelnen Mensen in den 13 Qualitätsparametern bewertet? Die besten Noten wurden im Durchschnitt bei den Qualitätsgrößen Sauberkeit (1,64), Bezahlsystem (1,65), Freundlichkeit (1,82), Information (1,95) und Öffnungszeit (1,96) vergeben. Im hinteren Feld liegen das Platzangebot (2,48) und die Wartezeit (2,50). Dort wie auch bei der Atmosphäre (2,37) sind Reserven zu erschließen. Insbesondere bei der Atmosphäre der Mensen Bergstraße (2,84) und Siedepunkt (2,85) wurden die kritischen Werte des Vorjahres bestätigt. Zur Mensa Bergstraße wurde im Dezember 2008 bereits eine gesonderte Online-Umfrage durchgeführt, in deren Resultat Maßnahmen zur Erweiterung des Angebotes realisiert wurden (Einrichtung einer Pasta- und Woktheke). Die auch dort schon angemerkte Veränderung der Atmosphäre steht jedoch noch aus. Bei der Mensa Siedepunkt haben sich die Werte für Angebot und Speisenqualität verschlechtert - auch Freundlichkeit und Ablauforganisation werden im Vergleich zu anderen Mensen kritischer gesehen. Dieses Ergebnis bekräftigt die Maßnahmen, die dort schon angelaufen sind, allerdings noch nicht den gewünschten Erfolg gezeigt haben. Auf dieser Mensa wird der Fokus der Anstrengungen in Zukunft liegen. Gute Noten bekommen die Umfrage-Neulinge, die Mensen Sport und U-Boot, wobei in der Mensa Sport nur fünf Mensabesucher ihre Stimme abgaben. Auch die Mensa Palucca Schule zeigt eine leicht positive Tendenz gegenüber dem Vorjahr. Stark verbessert hat sich die Mensa Klinikum; nicht verwunderlich dabei der Spitzenwert in der Kategorie "Freundlichkeit", in der diese Mensa ja schon mehrfach Goldene Tabletts beim UNICUM-Wettbewerb "Mensa des Jahres" erhielt. Allerdings war auch hier der Rücklauf mit 45 Fragebögen nicht allzu hoch.

In den Eingangsfragen wollten wir wissen, wie häufig und um welche Uhrzeit die Mensen besucht werden. Bei der Häufigkeit gaben 37 % an, täglich die Mensen zu besuchen - weitere 48 % kommen 2-3-mal pro Woche. Das heißt also, dass 85 % der Befragten sich als Stammpublikum zu erkennen geben. Diese Durchschnittswerte stimmen mit denen der letzten beiden Jahre überein, nur 2006 gingen mehr Besucher täglich in die Mensa (47 %). Bei der Frage nach der bevorzugten Essenzeit wird im Vergleich zum Vorjahr eine interessante Veränderung sichtbar. Während der Anteil derer, die in der Zeit von 11:30 bis 12:30 Uhr essen gehen, unverändert hoch bei 46 % liegt, gehen prozentual (8 %) weniger in der Zeit zwischen 10:30 bis 11:30 essen. Dafür hat sich der Anteil derjenigen erhöht, die zwischen 12:30 und 13:30 Uhr die Mensa besuchen. Diese Fragen zum Essverhalten und auch die Bewertung der Qualitätsparameter wurden auch nach Geschlecht, Semester sowie getrennt nach TUD und andere Hochschulen ausgewertet. Erstmals nahmen bei dieser Umfrage mit 51 % mehr weibliche als männliche Studierende teil. Die Hälfte der jungen Frauen besucht die Mensa 2-3mal pro Woche, 29 % kommen täglich und 21 % einmal oder gelegentlich. Die Männer kommen zu 45 % täglich, zu 44 % 2-3-mal pro Woche und nur zu 11 % einmal oder gelegentlich. Das zeigt wie schon in den Vorjahren deutlich, dass die männlichen Studierenden die treueren Mensagäste sind.

Neben den Bewertungen der Qualitätsparameter gingen zahlreiche verbale Vorschläge und Wünsche ein. Es wird noch einige Zeit brauchen, diese vielen Hinweise auszuwerten. Auch die Angaben zu den Lieblingsessen sind aufschlussreich und werden von den Mensaleitern auf ihre Umsetzung geprüft.

Wir danken allen, die an der Umfrage teilgenommen und uns Ihre Meinung mitgeteilt haben. Die Auswertung finden Sie unter

www.studentenwerk-dresden.de/mensen/umfrage_auswertung.html

Heike Müller

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