Der Neue Mann in Zittau heißt Thomas Neumann

Ein Artikel aus der SPIEGEL-EI-Ausgabe 2/2011, gültig vom 17.01.2011 bis 30.01.2011.

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Wie schon in einer der letzten Spiegel-Ei-Ausgaben berichtet, nahm am 1. November 2010 Thomas Neumann seine Tätigkeit beim Studentenwerk Dresden auf. Als Leiter der Außenstelle Zittau/Görlitz hat er auch das "Erbe der Flut" zu tragen.

Thomas Neumann kennt die Wohnheime in Zittau aus eigener Erfahrung, er studierte von 1991 - 96 an der damaligen Technischen Hochschule Zittau Betriebswirtschaft. Mit diesem Rüstzeug ausgestattet, arbeitete er von 1996 bis 2007 als Controller und Verwaltungsleiter in einem Görlitzer Autohaus. Weitere drei Jahre war er dann als selbständiger Unternehmensberater tätig. Nun zog es ihn wieder "zurück zu den Wurzeln", mittlerweile sind Mensen und Wohnheime in Zittau und Görlitz saniert. Dass er durch die Wasserschäden der August-Flut quasi auch "Katastrophen-Management" und Bauleitertätigkeit vom ersten Tag an übernehmen musste, hat er sicher nicht geahnt. Aber: "Ich mag die Arbeit im Studentenwerk", so sagt er selbst, "Jeder Tag birgt neue Herausforderungen, das gefällt mir." In diesem Winter ist sogar der tägliche Arbeitsweg von der Heimatstadt Görlitz zum Sitz der Außenstelle in Zittau eine Herausforderung, aber auch das trägt Thomas Neumann mit Gelassenheit: "Bis jetzt bin ich noch immer hin- und zurückgekommen, auch viele Mitarbeiter der Hochschule pendeln ja auf Grund des Doppelstandortes."

Thomas Neumann, Leiter der Außenstelle Zittau/Görlitz
Thomas Neumann, Leiter der Außenstelle Zittau/Görlitz
Viel hat sich der neue Chef vorgenommen. Bewährtes soll bleiben, aber schon bietet er eine neue Form der Kommunikation an: Jeden Donnerstag können Studenten ins Görlitzer Wohnheim Vogtshof kommen und zwischen 16 und 17 Uhr in einer Sprechstunde ihr persönliches Anliegen vorbringen, ob es nun um einen Reparaturauftrag fürs Wohnheim, Lob und Kritik für das Mensaessen oder ein anderes Problem geht, der Außenstellenleiter hat für alle Fragen des "Service rund ums Studium" ein offenes Ohr. Den Görlitzer Studenten sollen auch noch weitergehende Beratungsmöglichkeiten angeboten werden: Ab Sommersemester 2011 wird es in der Blue Box regelmäßig Sprechstunden von BAföG-Beratern geben, die genauen Zeiten werden noch bekannt gegeben. Auch der Justitiar, die Sozialberatung und die Psychosoziale Beratungsstelle des Studentenwerks Dresden werden dann regelmäßig in Görlitz vor Ort sein.

Bleibt noch die Frage, wann die Mensen und Wohnheime wieder im "alten Glanz" erstrahlen werden?
Hierzu äußerte sich der Geschäftsführer des Studentenwerks Dresden, Martin Richter: "An den Wohnheimen und Mensen in Zittau und Görlitz sind Schäden in Höhe von insgesamt 5,2 Mio. EUR entstanden. Davon entfallen 2,7 Mio. EUR auf die Mensen und 2,5 Mio. auf die Wohnheime. Bei der Sanierung sind die betroffenen Gebäudeteile noch immer in der Phase der Trocknung. Da diese Phase noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird, ist mit einer uneingeschränkten Nutzung von Mensen und Wohnheimen erst wieder zu Beginn des Wintersemesters 2011/2012 zu rechnen. Beim Wohnheim Hirschwinkel in Görlitz, das sich direkt an der Neiße befindet, wird das Erdgeschoss künftig nicht mehr vermietet."

Thomas Neumann ist jedenfalls sicher: "Die Hochschule Zittau/Görlitz hat mit ihren beiden Standorten ein großes Potential, das noch lange nicht ausgeschöpft ist. Die Studiengänge, die angeboten werden, ziehen junge Leute aus der Region und darüber hinaus an und wir als Studentenwerk werden alles dafür tun, damit sie bei uns einen guten Service rund ums Studium bekommen!"

Anja Buch

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